ÜBERALL BRENNT EIN SCHÖNES LICHT

Monolog

frei zur UA/EA
Besetzung: 1 Herren, Dekorationen: 1
Produktion: WDR/ORF
Ursendung: 23.08.2005
Synopse

Wenzel erzählt von seiner Zeit nach dem Krieg, als Knecht auf der Hechtmühle. Das erste Radio, das er erlebt, bringt ihn aus der Fassung. Dann kommen die ersten Fernsehgeräte auf, und Wenzel beschließt, sich ein eigenes Gerät zu kaufen. Damit die Nachrichtensprecherin fortan nur noch ihn ansieht. Mit dem eigenen Fernseher hat er allerdings nicht viel Glück: Cowboys und Indianer, die sich im »Wilden Westen« heftige Kämpfe liefern, zielen rücksichtslos auch auf Wenzel, der auf seinem Kanapee zu verzweifelten Ausweichmanövern gezwungen wird. Eines Tages wird es ihm zu bunt, und Wenzel kauft sich selbst eine Knallbüchse. Der Fernseher quittiert seinen Dienst. Doch Wenzel ist schnell an den Verschleiß der empfindlichen Geräte gewöhnt. Bei seinem vierten oder fünften Fernseher gibt es bereits einen Knopf, mit dem man in brenzligen Situationen den Kanal wechseln kann. Zu Wenzels Freude laufen nun auch Liebesfilme, in denen man das Liebchen küssen darf – vorausgesetzt, man ist schnell genug...


Werner Fritsch wurde 1960 in Waldsassen/Oberpfalz geboren und lebt in Hendelmühle und Berlin. 1987 erscheint sein vielbeachteter Roman Cherubim. Zu seinen zahlreichen Stücken gehören Chroma, Hydra Krieg, Bach und Wondreber Totentanz oder auch die Monologe Sense, Jenseits, Nico. Sphinx aus Eis, Das Rad des Glücks oder Magma, die auf der Bühne, für den Rundfunk oder fürs Kino realisiert wurden. Außerdem veröffentlichte er Prosa wie zum Beispiel Steinbruch und Stechapfel und drehte u. a. die Filme Das sind die Gewitter in der Natur, Ich wie ein Vogel, Faust Sonnengesang. Seine...
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Autorenfoto zu Werner Fritsch

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