Tod, Beisetzung und Verklärung des Claus Peymann
Claus Peymann hat als Intendant des Wiener Burgtheaters abgedankt und ist im Begriff, die Geschicke des Berliner Ensembles zu übernehmen. Da stirbt der erfolgreiche Theatermann auf dem kürzesten Weg von Wien nach Berlin, chauffiert von seiner Dramaturgin Jutta Färbers, kurz hinter Hollabrunn in Tschechien – zumindest dem »Stufendrama« von Peter Turrini nach.
Wir schreiben das Jahr 1999: An Claus Peymanns Grab auf dem Zentralfriedhof nehmen die Wegbegleiter:innen des erfolgreichen Regisseurs und Intendanten Abschied. George Tabori etwa schiebt ein Theaterstück in Peymanns Sarg, geht er doch davon aus, dass Peymann auch im Jenseits ein Theater übernehmen werde. Elfriede Jelinek, Peter Handke oder Jörg Haider ergänzen die illustre Trauergemeinde. Mit der Lesung dieses kurzen, höchst vergnüglichen Textes gab Harald Schmidt 1999 sein Debüt am Wiener Burgtheater, Peter Turrini erkannte in ihm damals ein großes schauspielerisches Talent.