Die fünfteilige Reihe »KI and ME« von Dietrich Brants entstand basierend auf
Thomas Köcks Stück
KI essen seele auf (ORPHEAI) und ist in der SWR-Mediathek verfügbar. Die Hörsendung widmet sich verschiedenen Fragen zur Künstlichen Intelligenz:
Wieso und wofür nutzen wir die KI? Welche Bedürfnisse soll sie für uns erfüllen? Wie nutzt die KI uns? Wie werden Daten für Gruppenbildung arrangiert? Was ist- und wie entsteht ein Avatar?
Thomas Köck beschäftigt sich in seinem Stück
KI essen seele auf (ORPHEAI) mit der Abgabe von Verantwortung und dem Auslagern von Bedürfnisbefriedigung an KI: Elternteile imitieren den Kontakt mit ihrer tödlich verunglückten Tochter, Chatbots suggerieren Interesse auf Dating-Apps, eine Frau verbrennt in ihrem Smart Tesla, weil die KI die Türen nicht entriegelt – ihr aber Lieder vorspielt und ein letztes Telefonat mit ihrer Mutter anbietet. Bei einer Grenzkontrolle wird eine Person gehackt und für einen Attentäter gehalten, das Sicherheitssystem weiß bereits über Wohnort und vermeintliche politische Einstellungen Bescheid und kann diese Informationen im Verhör verwenden. Wir ermöglichen der KI, the Big other, digitale Klone zu erstellen, überlassen ihr unsere digitalen Fingerabdrücke. Köck stellt sich unter anderem die Frage, welche Rolle Begehren, Angst vor Sterblichkeit und der Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein, in unserem Umgang mit Künstlicher Intelligenz spielen.
»denn der größte trick
den der teufel je gebracht hat
war die welt glauben zu lassen
dass er nicht existiert und der größte trick den der überwachungskapitalismus gebracht hat
war das märchen von der künstlichen intelligenz«
Das Stück
KI essen seele auf (ORPHEAI) entstand als Auftragswerk des Schauspiel Stuttgart und ist in der Regie von Mateja Meded seit der Spielzeit 2025/2026 dort zu sehen.
„KI and ME“: Identität, Autonomie und das Menschsein im Zeitalter der KI