Love is real ...
Kora und Benedikt führen ein gefährliches Doppelleben. Tagsüber gehen sie einer geregelten Tätigkeit nach, in nächtlichen Exzessen begeben sie sich in die Abgründe ihrer sexuellen Phantasien, in dem Glauben, auf diese Weise das drohende Ende ihrer Beziehung abwenden zu können. Ihr Spiel heißt Vergewaltigung. Erlaubt ist, was den Partner demütigt, verletzt oder erniedrigt, ob im heimischen Wohnzimmer oder in einer öffentlichen Telefonzelle. Während Kora sich in der Rolle der Domina gefällt, entwickelt Benedikt ein dem Spiel seine eigene Theorie über die Liebe der Frauen. Aus Angst vor zu viel Nähe, vor »wahrhaftiger Liebe«, demütigt sie ihn bis zur vollständigen Selbstverleugnung. Doch Benedikt weiß, was sein »Opfer« will: Sie liebt ihn, braucht ihn, sie will von ihm besessen werden. Was Kora nicht weiß, ist, dass Benedikts »Theorie« einen realen Hintergrund hat. Seit gut einem Jahr begehrt er Thekla, die sich Benedikt wider ihr Verlangen verweigert. Trotz ihrer Sehnsüchte nach einer...
Wolfgang Palka
